Unter Verdacht
Exklusiv. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ist ein Ermittlungsverfahren gegen Alfons Mensdorff-Pouilly wegen des Verdachts der falschen Zeugenaussage anhängig. (für profil; mit Martin Staudinger)
In der Affäre um den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien nun wegen des Verdachts der falschen Zeugenaussage vor dem parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschuss. Gegen den Berater des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems ist ein entsprechendes Ermittlungsverfahren anhängig, bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, gegenüber profil.
BAE Systems soll laut schwedischen Fernsehberichten über einen österreichischen Mittelsmann Gelder an tschechische Politiker verteilt haben, um den schwedischen SAAB-Gripen-Jet zu verkaufen. profil berichtete zuletzt über klärungsbedürftige Aussagen Mensdorffs: In einer Anzeige behauptet ein Verwandter Mensdorffs, in dessen Auftrag ein Treffen mit dem damaligen tschechischen Premier Milos Zeman sowie dessen Finanzminister Ivo Svoboda in der Gripen-Causa organisiert zu haben. Vor dem U-Ausschuss gab Mensdorff jedoch zu Protokoll: “Sie werden niemanden finden in Österreich oder auch in anderen Ländern – was man behauptet -, wo ich jemals mit einem Politiker oder mit einem Beamten über so etwas geredet habe.” Für Mensdorff gilt die Unschuldsvermutung.
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Tags: Die Akte Mensdorff, International, The BAE-Files, Waffenhandel
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