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Exklusiv. Ex-Skirennläufer und TV-Kommentator Armin Assinger wirbt im Rahmen der EURO 2008 als EM-Botschafter für die Stadt Klagenfurt. Sein Salär: bis fast zu 300.000 Euro. (für profil)

Armin Assinger spricht viel und gerne. Das gehört zu seinen Jobs: ORF-Moderator für die “Millionenshow” und Skirennen, Testimonial für Baumärkte und Sportartikelketten. Vor keiner Kamera, keinem Mikrofon ist der kernige Kärntner (eigentlich gebürtiger Grazer) mit dem Sonnyboy-Image um Wortspenden verlegen.

Bei der Frage nach seinem Salär beschränkt sich Assingers Wortschatz jedoch auf ein stereotypes Motto: Stillschweigen!

Dies wurde auch für seinen jüngsten Nebenjob mit dem Auftraggeber vereinbart: Seit Jahresbeginn ist der frühere Skirennläufer und Exgendarm offizieller EM-Botschafter der Stadt Klagenfurt. “Jede Werbebotschaft braucht ein Gesicht. Und Klagenfurt als Host City der EURO 2008 ist es gelungen, das wohl populärste Gesicht des Landes für dieses Event zu gewinnen”, freute sich Klagenfurts VP-Bürgermeister Harald Scheucher.

Und auch Assinger war angetan: “Es ist eine Auszeichnung, für meine Landeshauptstadt und für Kärnten als Botschafter auftreten zu dürfen.”

Allein um der Auszeichnung willen dürfte es Assinger allerdings nicht gemacht haben. “I hob an bestimmten Tagsatz – oba für Klognfurt moch i’s billiger”, zitierte ihn der “Kurier” kurz nach Vertragsabschluss.

Der übliche Tagsatz des Herrn Assinger ist profil nicht bekannt – sehr wohl jedoch, was er unter “billiger” versteht: Laut dem profil exklusiv vorliegenden Werbevertrag mit der Assinger Consult GmbH zahlt ihm die Stadt Klagenfurt “pro begonnenen Arbeitstag einen Betrag in Höhe von Euro 6000,00 (in Worten Euro sechstausend) zuzüglich Umsatzsteuer”.

Ein eintägiges Fotoshooting lässt sich Assinger mit weiteren 10.000 Euro entlohnen. Und bei Terminen außerhalb Kärntens hat die Stadt Klagenfurt zusätzlich “angemessenen Spesenersatz” zu leisten.

Stammtisch-Motivation. Die Gegenleistung: Assinger soll dafür unter anderem an “Motivationsabenden” zur Bildung von “EURO-08-Stammtischen” möglichst “aktiv teilnehmen”, an einem Prominenten-Elferschießen mitwirken und die Eröffnung des Klagenfurter Stadions mit seiner Anwesenheit beehren. Weiters soll er eine Gewinnspiel-Verlosung vornehmen und in zehn Kärntner Schulen jeweils 90-minütige “EURO-2008-Quizshows” abhalten. Selbst wie lange Assinger im Anschluss daran an die Kids Autogrammkarten zu verteilen hat, ist relativ genau geregelt: “jeweils rund 20 Minuten”.

Zuzüglich der 10.000 Euro für das Fotoshooting kommen mit den – aus dem Vertrag herauslesbaren – “begonnenen” 16 Arbeitstagen immerhin stattliche 106.000 Euro zusammen. Außerdem kann die Stadt bis zum Ende der Europameisterschaft bei Bedarf bis zu 30 weitere Termine (für insgesamt rund 180.000 Euro) von Assinger beanspruchen. Fast 300.000 Euro netto (einst immerhin mehr als vier Millionen Schilling) könnte der Stadtführung für Assingers Engagement in Summe kosten.

6000 Euro bezieht nach Medienberichten übrigens auch der EURO-Koordinator der Kärnten Werbung – allerdings monatlich, nicht pro Tag. (Wobei mittlerweile drei Koordinatoren am Werk sind: einer für die Stadt, einer fürs Land – und einer, der die beiden Koordinatoren koordiniert.)

ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher scheint die Gage Assingers dennoch nicht zu hoch gegriffen. “Der Armin ist ein Superstar, er ist in der Welt des Sports zu Hause und der Mann, der die Leute in der Stadt Klagenfurt und im Land Kärnten auf dieses einmalige Event einstimmen kann”, ließ er bei der Präsentation des Neo-Botschafters wissen, ohne allerdings dessen Honorar zu nennen.

Armin Assinger war nicht sonderlich glücklich, dass sein Vertrag kundgemacht wird, inhaltlich wollte er ihn gegenüber profil aber nicht kommentieren. In einem Interview mit der “Kleinen Zeitung” sagte er dazu einmal: “Nur so viel, als echter Kärntner hab ich schlecht verhandelt.”

Posted: Mai 21st, 2007
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Comments: 1 Comment.
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Comment from SexyTamara - 2010/04/19 at 05:15

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