Die O-Kopierer
FPÖ. Seit Barack Obamas Sieg bei den US-Präsidentschaftswahlen vergangenes Jahr versuchen Politiker in der ganzen Welt seinen Wahlkampfstil zu kopieren. Österreichs Freiheitliche gingen sogar einen Schritt weiter: Sie kopieren einfach sein Logo. Den jüngsten Plagiatsfall lieferte die FPÖ Micheldorf im Bezirk Kirchdorf an der Krems. Die pappte das Original-Obama-O in einem Inserat für die oberösterreichischen Landtagswahlen frech neben die Initialen ihres Spitzenkandidaten Christian Hartwagner – der mit seinem Initial-Logo („CH“) wiederum Parteichef Strache („HC“) kopiert… (Siehe Faksimile unten oder das Inserat im E-Paper, Seite 9)
Die Herrschaften von der FPÖ Micheldorf (Programm: „Für eine Umgestaltung des Gradnteichs in eine frei zugängliche Ruheoase“) sind aber nicht die einzigen Blauen, die von Obama abkupfern. Manfred Haimbuchner, freiheitlicher Nationalrat und Spitzenkandidat bei den oberösterreichischen Landtagswahlen Ende September, hat sich das Obama-O gleich für sein Webseiten-Logo gestibitzt (nur farblos), der Kärntner Blaue Mario Canori verwendet es auf seiner Homepage in den Kärntner Farben. Und Strache selbst? Der kopierte vor einem Jahr schon einmal das Grundlayout von www.barackobama.com.
Die Partei der US-Demokraten soll vom jüngsten Fall der O-Kopiererei übrigens schon verständigt worden sein. Ob sie gegen Micheldorfs „CH“ vorgehen will, ist noch nicht bekannt.
(für profil, 30. August 2009)
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Tags: FPÖ, Internet, Neue Medien, Obama, Politics, Social Media, WWW
Comments: 2 Comments.
neben dem das sehr absurd klingt, kann doch niemand erwarten, dasss oberösterreichische WählerInnen diese Übersetzung ernst nehmen.
[...] Rest ging schnell: Auf Twitter publiziert, von eifrigen Menschen ebendort weiterverbreitet und von Josef Barth aufgegriffen schaffte es das Plagiat der FPÖ Micheldorf ins aktuelle PROFIL. Einer FPÖ Micheldorf, die im [...]
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